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Vorankündigung – Frühjahr 2022: Der promovierte Historiker Julian Traut (Foto: Tommy Lösch), geboren 1985 im Chiemgau, der in München und Bologna Geschichte, Politik- und Rechtswissenschaft studierte, später am Haus der Bayerischen Geschichte arbeitete und 2018 eine Biographie und Werkbiographie (Einbandfoto unten) über den schon zu Lebzeiten Vielgeehrten vorlegte, spricht im Antiquariat zum Dom in Bautzen über Reinhard Raffalt (1923-1976), den großen Deutschrömer, der trotz seines früh vollendeten Lebens als Journalist, Schriftsteller, Kulturvermittler und Musiker ein gewaltiges und vielfältiges Werk hinterlassen hat.

Raffalts fünf im Prestel-Verlag in der Reihe „Landschaftsbücher“ erschienene Rom-Bände (1955-1978) sind Legende, sein Sprach- und Kulturführer „Eine Reise nach Neapel – e parlare italiano“ (zuerst 1957) wurde jüngst neu aufgelegt. Mit seinem Buch „Wohin steuert der Vatikan?“ (1973) sorgte er für eine Debatte, deren Positionen aktuell geblieben sind. Er begeisterte – ohne Übertreibung – Millionen Menschen mit seinen Büchern, Hörfunksendungen, Filmen – nördlich und südlich der Alpen. Dennoch ist Raffalt selbst Kulturinteressierten in Sachsen kaum bekannt. Das darf sich ändern – und Julian Traut wird dazu seinen Beitrag zu leisten wissen, wenn er mit dem Frühling von der Isar, wo er lebt und arbeitet, mit uns auf eine multimediale Reise durch das Rom der 1950er- und 60er-Jahre aufbricht – unter dem Motto: „Ein Leben für die Kultur – Reinhard Raffalt zwischen Deutschland und Italien“. Nicht zu kurz kommen dabei Raffalts Bezüge zu Sachsen. Diese gibt es: Nach dem Abitur 1942 in Passau kam er nach Leipzig und nahm nach erfolgreichem Vorspiel bei Thomaskantor Günther Ramin, der ihn „für außerordentlich begabt“ hielt und ihm attestierte, „für den Beruf des Kirchenmusikers durchaus überdurchschnittliche Voraussetzungen“ mitzubringen, ein Orgelstudium auf. Bald jedoch musste er in den Krieg. — Sobald der Termin näherrückt und die Umstände für das kommende Frühjahr klarer absehbar sind, informieren wir konkreter.


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Sonntag, 5. September 2021, 17 Uhr: Lesung des 1974 geborenen, in Berlin lebenden Romanciers und Lyrikers Marco Kunz aus seinem jüngst erschienenen historischen Roman „Konstantin. Der Kaiser und sein Gott“. Im Anschluss Gespräch und Möglichkeit, Bücher signieren zu lassen, die vor Ort erworben werden können. Veranstalter ist das Antiquariat zum Dom – Eintritt frei.

Veranstaltungsort: Antiquariat zum Dom, An den Fleischbänken 3, 02625 Bautzen.

Aus dem Inhalt: Die Schlacht an der Milvischen Brücke, das Konzil von Nicäa und die Gründung Konstantinopels – das sind nur einige der Stationen der Herrschaft Kaiser Konstantins des Großen (gest. 337), die die europäische Geschichte bis heute prägen. Der Roman erzählt dessen Weg zum Christentum und zur Macht, ausgehend von der Taufe kurz vor seinem Tod, in Rückblenden. Das Werk bietet das Psychogramm eines Herrschers, der sich von Gott auserwählt sah (dabei zwischen Gottsuche und Größenwahn schwankte), und zugleich eine authentische Darstellung der frühen Kirche und des späten Römischen Reiches.

Informationen zu Autor und Buch: https://marcokunz.wordpress.com/about sowie unter: https://www.bernardus-verlag.de/sortiment/konstantin/

Foto: Stephanie Wächter. Cover: Verlag.